Unser
Wein

Wir sind uns sicher, dass das Potenzial der Weinberge im Remstal noch lange nicht erschlossen ist. Weinbau erscheint als eine sehr traditionelle Kultur. Aber es hat oft große Veränderungen gegeben. Das Klima wechselte auch schon früher, der Geschmack und die Steuergesetze auch…. Die Rebe ist allerdings kein schnelles Gewächs. Sie braucht Zeit. Und die wollen wir ihr und ihrem wertvollen Produkt auch geben. Mit dem Umstieg auf den biologischen Weinbau und seine Herausforderungen machten wir uns ab 2008 die Arbeit nicht leichter, aber besser. Nach der 2016 erfolgten Zertifizierung wollen wir uns auf diesem Weg immer noch weiter entwickeln und Weine anbieten, die ihre Herkunft zeigen, so typisch Remstal und so typisch Schnaitmann sind, wie möglich. Haltbare Weine, die sich nicht auf den ersten Schluck erschließen müssen, aber die Visitenkarten einer großartigen Kultur sein sollen. Die sehr unterschiedlichen Lagen auf den 200 bis 250 Millionen Jahre alten Böden der Trias spielen dabei eine große Rolle. Das Spektrum reicht dabei von leicht erwärmbaren, skelettreichen Schilf- und Kieselsandsteinböden bis zu den schweren Tonböden des Knollenmergel. Von den roten, eisenhaltigen Böden des Bunten Mergel bis zur allgegenwärtigen Basis des Gipskeupers, der einen besonders würzigen Charakter der Weine fördert. Zusammen mit der unterschiedlichen Exposition und Höhenlage der Weinberge, der Hangneigung, oder auch der Nähe des Waldes ergeben sich unterschiedlichste „terroirs“, die wir für unsere Reben nutzen können. (s. auch „Die Lagen“)

Im Keller reduzieren wir die Einflussnahme immer weiter: Längere Kontaktzeiten der Maische bei den Weissweinen und vorsichtigere Extraktion bei den Rotweinen, Spontangärung, wenig oder teilweise auch kein Schwefeleinsatz, kaum noch Filtration. Dazu kommt das Vertrauen zum guten Lesegut und zur eigenen Mikrobiologie, die oft Zeit braucht, manchmal auch Jahre, bis ein Weißwein aus einer großen Lage im großen Holzfass wirklich füllfertig ist und in die Flaschen darf.

Wein ist Zeit in Flaschen und bei vielen Weinen lohnt es sich, sie nach dem Öffnen auch mal ein paar Tage zu begleiten und zu erfahren, wie sie sich verändern. Manch einer hat seinen Höhepunkt erst nach einem, zwei oder mehr Tagen erreicht. Ein feines, nicht zu kleines Glas verstärkt die Freude daran. Bei den Expertisen auf dieser Seite bekommen Sie auch Vorschläge für Gerichte, die zu den Weinen passen könnten.